Eisbär allgemein

Wie groß werden Eisbären?

Ausgewachsene Eisbärmännchen erreichen im Durchschnitt eine Länge von 2,5 Meter. Die Weibchen sind etwas kleiner. Das Gewicht eines Eisbären schwankt im Laufe des Jahres: Ein erwachsenes Weibchen wiegt im Frühjahr etwa 200, ein Männchen 300 bis 400 Kilogramm. Wenn sie sich im Sommer mit ausreichend Nahrung versorgt haben, wiegen Eisbären im Herbst 100 bis 200 Kilogramm mehr. Der schwerste Eisbär, der bisher gewogen wurde, brachte stolze 1000 Kilogramm auf die Waage.

Wie schnell können Eisbären laufen?

Eisbären sind gute Sprinter und können Geschwindigkeiten von 30 bis 40 Kilometer pro Stunde erreichen.

Warum frieren Eisbären nicht?

Der Eisbär gehört zu den warmblütigen Tieren und kann seine Körpertemperatur auch bei einer kalten Umgebungstemperatur aufrechterhalten. Sein dicker Pelz und eine dicke Fettschicht isolieren ihn gegen die Kälte. Zusätzlich können die kleinen Blutäderchen, die durch die Fettschicht an die Oberfläche der Haut gelangen, bei extremer Kälte verschlossen werden. So verbleibt das warme Blut eher im Inneren des Tieres.

Warum haben Eisbären blaue Zungen?

Dafür gibt es gleich zwei Gründe:

Eisbären haben, obwohl man es ihnen mit ihrem weißen Fell nicht ansieht, eine stark pigmentierte, tiefschwarze Haut. Diese kann sehr viel mehr Wärme aufnehmen als helle Haut und bietet damit einen Schutz gegen die eisige Kälte der Arktis. Es ist möglich, dass eine Pigmentierung der Haut auch die Pigmentierung der Zunge (Schleimhäute) nach sich gezogen hat.

Der Eisbär kann nicht über seine Haut ausschwitzen und auch seine Pfoten sind zur Wärmeregulation kaum geeignet. Damit sich die Tiere nicht am scharfkantigen Eis schneiden, sind sie mit einer besonders dicken Hornhaut ausgestattet. Der Eisbär reguliert daher seinen Wärmehaushalt, indem er wie ein Hund hechelt. Die Zunge ist deshalb so blau, weil sie stark durchblutet wird.

Wie pflanzen sich Eisbären fort?

Eisbären leben als Einzelgänger. Nur während der Paarungszeit im April und Mai scharen sich mehrere Männchen um ein Weibchen. Das dominante Männchen vertreibt die anderen Bewerber, bleibt einige Wochen mit der Eisbärin zusammen und paart sich in dieser Zeit mit ihr. Die im Frühsommer befruchtete Eizelle der Eisbärin entwickelt sich jedoch erst im September oder Oktober weiter. So werden Eisbären-Jungen immer im Winter geboren und finden im Frühjahr, wenn sie das erste Mal die Höhle verlassen, ausreichend Nahrung vor. Eine Eisbärin bringt meist zwei, manchmal bis zu vier Junge zur Welt. Sie sind bei der Geburt taub, blind und wiegen etwa ein halbes Kilo. Eisbär-Junge bleiben für zwei Jahre bei ihrer Mutter und lernen in dieser Zeit schwimmen und jagen.

Was machen Eisbären während der Polarnacht?

Im Gegensatz zu Braun- und Schwarzbär hält der Eisbär keine Winterruhe. Die werdenden Mütter unter den Eisbären überwintern in Höhlen an Land, zum Beispiel in Spitzbergen oder Grönland. Alle anderen Eisbären verbringen ihren Winter auf dem Packeis und tun, was sie im Sommer auch tun: Jagen, fressen und schlafen.

 

 

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